Steve Jobs sagte in seiner berühmten Rede an der Stanford University einen Satz, der weit über Unternehmertum und Erfolg hinausgeht. Er beschreibt einen Grundsatz, den jeder verstehen sollte, der bewusst seine Realität verändern möchte:
„You can't connect the dots looking forward; you can only connect them looking backwards.“
Übersetzt bedeutet das: Du kannst die Punkte nicht erkennen, wenn du nach vorne schaust. Erst im Rückblick verstehst du, warum alles genau so passieren musste.
Genau das ist einer der größten Denkfehler, den Menschen machen, wenn sie beginnen, bewusst mit dem Gesetz der Anziehung zu arbeiten.
Kaum steht der Wunsch fest, übernimmt der Verstand das Kommando und versucht herauszufinden, wie dieses Ziel überhaupt erreicht werden soll. Er entwickelt Strategien, sucht nach Möglichkeiten, analysiert jede einzelne Situation und möchte wissen, welche Schritte als Nächstes notwendig sind.
Was dabei übersehen wird, ist eine einfache Tatsache: In dem Moment, in dem du dich mit dem Weg beschäftigst, verlässt du bereits den Bewusstseinszustand des erfüllten Wunsches.
Dein Verstand kann nur mit dem arbeiten, was er bereits kennt. Er greift auf Erfahrungen aus deiner Vergangenheit zurück, vergleicht sie mit deiner aktuellen Situation und versucht daraus eine möglichst logische Zukunft zu konstruieren.
Genau deshalb wirken die Lösungen, die dein Kopf entwickelt, oft begrenzt. Er kennt nur das, was sich bereits in deiner bisherigen Realität befindet. Alles, was außerhalb dieser Erfahrungen liegt, kann er weder berechnen noch vorhersehen.
Wenn du heute bereits wüsstest, auf welchem Weg sich dein Wunsch erfüllen wird, dann wäre dieser Weg längst Teil deiner Realität. Genau das ist aber nicht der Fall. Zwischen deinem derzeitigen Leben und dem erfüllten Wunsch liegen unzählige Möglichkeiten, Begegnungen und Ereignisse, die dein Verstand unmöglich vorhersehen kann.
Vielleicht führt ein "zufälliges" Gespräch zu einer entscheidenden Chance. Vielleicht sagt jemand kurzfristig einen Termin ab und genau dadurch entsteht eine Begegnung, die dein Leben verändert. Vielleicht entwickelt sich aus einer Situation, die du heute noch als Rückschlag empfindest, wenige Wochen später genau die Möglichkeit, auf die du gewartet hast.
Würdest du versuchen, all diese Ereignisse im Voraus zu planen, müsstest du die Zukunft kennen. Genau das kann niemand.
Steve Jobs wusste damals nicht, dass ihn ein Kalligrafiekurs Jahre später dazu inspirieren würde, die erste Computer-Schriftgestaltung für den Macintosh zu entwickeln. Er konnte nicht wissen, dass seine Entlassung bei Apple die Voraussetzung dafür werden würde, später erfolgreicher als zuvor zurückzukehren.
Erst im Rückblick ergaben alle einzelnen Stationen seines Lebens ein vollständiges Bild. Während er sie erlebte, waren es lediglich einzelne Punkte ohne erkennbare Verbindung.
Mit deinem Wunsch verhält es sich genauso.
Du kannst die Punkte heute nicht miteinander verbinden, weil sie noch gar nicht existieren. Sie entstehen erst nach und nach, während dein Leben sich entfaltet. Erst wenn du dein Ziel bereits erreicht hast, wirst du erkennen, warum bestimmte Türen geschlossen wurden, weshalb andere Menschen plötzlich in dein Leben getreten sind oder weshalb scheinbare Umwege in Wahrheit notwendige Zwischenschritte waren. Im Nachhinein erscheint alles logisch. Während des Weges wirkt vieles dagegen zufällig oder sogar widersprüchlich.
Genau deshalb solltest du aufhören, deine Energie in das „Wie“ zu investieren. Jeder Gedanke darüber, auf welchem Weg dein Wunsch Realität werden könnte, entspringt dem Gefühl, dass dein Ziel noch nicht erreicht ist. Du suchst nach Lösungen, weil du glaubst, dass dir noch etwas fehlt. Und wenn du das tust, befindest du dich nicht mehr im Zustand des bereits erfüllten Wunsches, sondern im Zustand des Mangels und wirst dann auch Mangel manifestieren.
Deine einzige Aufgabe besteht aber darin, den Gefühlszustand des bereits erfüllten Wunsches zu fühlen und zu halten. Sobald du innerlich zu dem Menschen wirst, der seinen Wunsch fühlt und bereits lebt, beginnt sich die äußere Realität diesem neuen Zustand anzupassen. Dies geschieht aber zeitverzögert und ich rate dir dringend davon ab, die Außenwelt in dieser Zeit zu beobachten.
Egal, was dir im Außen gerade gezeigt wird, es ist ohne Ausnahme nur altes Zeug. Es sind Dinge, die sich noch basierend aus deinen alten Schwingungen und Bewusstseinszuständen manifestieren. Es dauert ein wenig, bis das stoppt.
Bleibst du aber in dieser Phase im Zustand des bereits erfüllten Wunsches und lässt dich nicht von der jetzigen Außenwelt davon abbringen, entstehen Entscheidungen, Begegnungen und Möglichkeiten, die du vorher weder planen noch vorhersehen konntest.
Du wirst plötzlich Impulse verspüren, die sich völlig selbstverständlich anfühlen. Menschen werden auftauchen, an die du nie gedacht hättest. Gelegenheiten ergeben sich genau im richtigen Moment, ohne dass du sie krampfhaft herbeigeführt hast. Rückblickend erkennst du, dass jeder einzelne Punkt genau dort lag, wo er liegen musste.
Genau hier scheitern die meisten Manifestationen und viele meiner Kunden fallen in alte Verhaltensmuster zurück und verlassen dann den Zustand des bereits erfüllten Wunsches.
Sie visualisieren zwar ihren Wunsch und halten das Gefühl des bereits erfüllten Zieles für einen kurzen Moment. Doch anschließend übernimmt wieder der Verstand. Die Außenwelt wird beobachtet, man beginnt zu rechnen, zu planen und Möglichkeiten auszuschließen. Beweise werden gesucht, man kontrolliert ständig die äußeren Umstände und versucht herauszufinden, ob überhaupt etwas passiert.
Dadurch entsteht ein ständiger Wechsel zwischen Vertrauen und Zweifel. Für kurze Zeit befindest du dich im Bewusstseinszustand des erfüllten Wunsches, kurz darauf wieder im Zustand des Suchens. Gezieltes Manifestieren funktioniert so nicht.
Mach dir bewusst, dass deine Aufgabe niemals darin besteht, den Weg zu finden. Deine einzige Aufgabe besteht darin, den Bewusstseinszustand des bereits erfüllten Wunsches einzunehmen und ihn unabhängig von den äußeren Umständen aufrechtzuerhalten.
Sobald dein Verstand wieder beginnt, nach Lösungen zu suchen oder die Zukunft berechnen zu wollen, erkenne diesen Gedanken als das, was er ist: der Versuch, Kontrolle über etwas zu gewinnen, das sich deiner Kontrolle entzieht.
Vertraue darauf, dass dein Unterbewusstsein wesentlich mehr Möglichkeiten kennt, als dein Verstand jemals erfassen könnte. Du musst nicht wissen, welcher Mensch dir begegnen wird, welche Gelegenheit sich ergibt oder welche Ereignisse sich miteinander verbinden. Genau wie Steve Jobs die Punkte seines Lebens erst im Rückblick erkennen konnte, wirst auch du den Weg erst dann vollständig verstehen, wenn dein Wunsch längst Realität geworden ist.
Deshalb richte deine Aufmerksamkeit niemals auf den Weg, sondern ausschließlich auf deinen Bewusstseinszustand; halte ihn, auch wenn es um dich herum im Außen stürmisch werden sollte.
Der Weg ist nicht deine Aufgabe. Er entsteht als natürliche Folge deines Bewusstseinszustandes und er entzieht sich deiner Kontrolle.
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Liebe Jessica, vielen Dank, dass du das Thema aufgegriffen hast. Mir helfen diese Texte alle sehr, ich hoffe, auch anderen.