Der größte Fehler beim Manifestieren - warum sich dein Wunsch bisher nicht erfüllt hat

|Jessica Zeyer
Frau arbeitet mit dem Gesetz der Anziehung , will ihren Wunschpartner anziehen, und hat Liebeskummer und wartet auf eine Textnachricht



Kennst du dieses Gefühl – ein Verlangen, etwas so intensiv zu wollen, dass du ständig daran denken musst?

Du schläfst mit diesem einen Wunsch ein. Und sobald du morgens die Augen öffnest, kreisen deine ersten Gedanken bereits darum, ob er sich vielleicht schon erfüllt hat.

Ob über Nacht etwas passiert ist, das dich deinem Ziel näher bringt. Als Erstes greifst du zu deinem Handy. Du öffnest Social Media, WhatsApp und suchst nach einem Zeichen. Nach einer Nachricht, einer Antwort oder irgendeinem Hinweis darauf, dass sich endlich etwas bewegt.

Doch da ist nichts.

Keine Nachricht. Keine Antwort. Kein neues Posting.

Plötzlich zieht sich dein Magen zusammen. Eine stumme Verzweiflung meldet sich und flüstert dir zu: „Vielleicht habe ich etwas falsch gemacht. Vielleicht muss ich es noch einmal versuchen. Vielleicht funktioniert das alles gar nicht."

Genau in diesem Moment sabotierst du unbewusst deine bisherige innere Arbeit.

Du torpedierst deine Manifestation durch diese Gedanken und Gefühle.

Denn du bist nun unbewusst wieder in die Außenwelt eingetaucht, in den schlimmsten Bewusstseinszustand, den du einnehmen kannst:  Den des Mangels. Und da hängst du nun ganz tief drin.

Das ist so, als würdest du während eines Rennens plötzlich voll auf die Bremse treten und dein Fahrzeug mitten auf der Strecke zum Stillstand bringen.

Natürlich darfst du dir etwas wünschen. Mehr noch: Du musst Sehnsucht empfinden, damit überhaupt ein Wunsch in dir entstehen kann. Wünsche sind die Basis allen Seins.

Deshalb ist es nicht grundsätzlich dein Wünschen, das deine Zielerreichung blockiert, sondern es ist die Gier, das unbedingte Verlangen, es jetzt einfach hinzubekommen. Die innere Bedürftigkeit, das zwanghafte Drängen nach sofortiger Erfüllung, nur das ist das Problem.

Denn dieser unbändige Hunger zieht deine Aufmerksamkeit immer wieder in die Außenwelt. Dort suchst du unruhig nach Bestätigung, nach Beweisen und irgendeinem Zeichen dafür, dass dein Wunsch bereits auf dem Weg zu dir ist.

Ich weiß, wie schwierig das sein kann. Auch ich ertappe mich manchmal noch dabei, nach Anzeichen im Außen zu suchen. Diesen Impuls vollständig abzulegen, gelingt nicht von heute auf morgen. Das ist wirklich eine komplexe, unangenehme Lernaufgabe.

Doch genau hier liegt eben die eigentliche Blockade beim Manifestieren.

Denn immer dann, wenn du dein Augenmerk wieder auf die Außenwelt richtest, entfernst du dich innerlich vom Zustand des bereits erfüllten Wunsches. Dadurch verzögerst oder stoppst du den gesamten Manifestationsprozess.

Wenn du bewusst mit dem Gesetz der Anziehung arbeitest und das Gefühl hast, alles richtig gemacht zu haben, sich aber dennoch keine sichtbaren Ergebnisse zeigen, liegt das häufig daran, dass du innerlich wieder in der Außenwelt verharrst und festklebst.

Du verbindest deine Visualisierung und deine innere "Arbeit" gleichzeitig mit einem energetischen Festhalten am Ergebnis selbst.

Genau das gilt es zu erkennen und zu stoppen. Wie du das machst, möchte ich dir in diesem Artikel zeigen.

Ich werde dir erklären, wie du dieses energetische Kleben an deiner Wunscherfüllung beenden kannst, ohne dabei dein Ziel oder deinen Wunsch aus den Augen zu verlieren.

Zwar du sollst tief mit deinem Begehren verbunden sein – aber gleichzeitig den Weg dorthin loslassen.

Gehen wir zunächst einmal davon aus, dass du akzeptiert hast, dass es nur Bewusstsein gibt und dass du selbst dieses Bewusstsein bist, das sich durch deinen menschlichen Körper erfährt.

Außerdem setzen wir voraus, dass du dir einen kurzen inneren Videofilm von etwa drei bis fünf Sekunden erschaffen hast.

In dieser Sequenz erlebst du deinen Wunsch bereits als erfüllt. Du siehst die Szene klar vor deinem inneren Auge. Du hörst Geräusche, nimmst Gerüche wahr, fühlst Berührungen und tauchst mit all deinen Sinnen in dieses Erlebnis ein.

Du spielst den Clip immer wieder ab – vor dem Einschlafen, tagsüber oder jederzeit dann, wenn sich eine passende Gelegenheit ergibt.

Und trotzdem passiert scheinbar nichts.

Die Außenwelt zeigt dir keine Veränderung.

Genau an diesem Punkt beginnt der eigentliche Kampf.  

Du musst verstehen, dass das ständige Beobachten der Außenwelt ein Teil deines bisherigen Paradigms ist. Es handelt sich um eine alte Gewohnheit, die über viele Jahre entstanden ist.

Selbst Menschen, die sich schon lange mit dem Gesetz der Anziehung beschäftigen, tappen gelegentlich wieder in diese „Falle" und lassen sich von ihrem Program ungebremst in die Außenwelt zerren. Mir passiert das ebenfalls noch hin und wieder.

Doch ich bemerke es heute viel schneller und kann es zügig beenden.

Sobald ich feststelle, dass ich wieder nach Bestätigung im Außen suche, unterbreche ich das zwanghafte Kontrollieren der Außenwelt bewusst und richte meine Aufmerksamkeit wieder nach innen und gehe in den Zustand des bereits erfüllten Wunsches.

Und Wünsche sind gut.

Ohne sie gäbe es keinen Antrieb, keine Entwicklung und kein Leben. Dieses innere Begehren gehört zum Menschsein dazu und bildet den Ausgangspunkt jeder Manifestation.

Sobald du deinen Traum also klar erkannt hast und seine Erfüllung innerlich fühlen und erleben kannst, besitzt du grundsätzlich auch die Fähigkeit, dieses Ziel zu verwirklichen. Das muss dir klar sein, du musst das verinnerlichen.

Und wenn du es schaffst, einen bestimmten Bewusstseinszustand einzunehmen und zu halten, dann muss er sich erfüllen. Er muss!

Das eigentliche Problem entsteht erst dann, wenn aus dem Gefühl des Schon Habens nun ein innerliches Ziehen, eine Sehnsucht, ein Streben nach Erfüllung wird. Das ist immer ein Zeichen dafür, dass du den Zustand des Ich habe es unbewusst verlassen hast.

Der Lockruf der Erfüllung jagt dich jetzt. Du bist nicht mehr in der Innen- sondern in der Außenwelt. Und da sie nichts zeigt, vermengst du deine Sehnsucht mit Angst, Zweifeln und noch mehr Wollen. 

Du hast nun das Vertrauen verloren und durch Handeln in der Außenwelt wird dann oft versucht, etwas zu erzwingen und du starrst die Außenwelt jetzt mit zunehmender Verzweiflung an. 

Eine unerträgliche Dringlichkeit schleicht sich ein. Und du lebst jetzt in einer Art Lücke zwischen Wunsch und Noch-Realität. Und wenn du in diesem Gap, diesem Spalt, gefangen bist, dann ist es sehr schwierig, da wieder rauszukommen.

Oft versuchst du dann, durch äußeres Handeln etwas zu erzwingen. Du kontrollierst dein Handy noch häufiger, beobachtest Menschen, schickst Nachrichten, analysierst jede Kleinigkeit und hoffst darauf, endlich irgendeinen Hinweis zu entdecken.

Mit jeder Kontrolle wächst die innere Unruhe.

Solche Momente sind Kipppunkte in jedem Manifestationsprozess.

Und du musst unbedingt lernen, diese Schwellenpunkte frühzeitig zu identifizieren.

Falls du bemerkst, dass du wieder in dieses Muster gerätst, reagiere bitte nicht mit Ärger oder Selbstvorwürfen.

Fast jeder Mensch fällt gelegentlich in alte Gewohnheiten zurück.

Viel wichtiger ist, dass du den Moment erkennst und deine Aufmerksamkeit bewusst wieder nach innen, in den Zustand des Schon Habens lenkst.

Erinnere dich daran: Es ist lediglich dein bisheriges Paradigm, das automatisch versucht, die Kontrolle zurückzugewinnen. Das bist nicht du.

Kämpfe nicht dagegen an.

Nimm einfach wahr, dass du ins alte Muster gerutscht bist. Und kehre  ganz ruhig und gelassen wieder in den Zustand des bereits erfüllten Wunsches zurück.

Es gibt ein Bild, das mir in solchen Momenten immer wieder hilft – und das vielleicht auch dir zeigt, wie Loslassen funktionieren kann:

Nachdem ein Gärtner einen Samen in die Erde eingesetzt hat, gräbt er ihn nicht jeden Tag nervös wieder aus, um zu überprüfen, ob bereits Wurzeln entstanden sind. Er weiß, dass sich unter der Erde etwas entwickelt, obwohl er es noch nicht sehen kann.

Stell dir mal vor, du bist dieser Gärtner.

Du besitzt nun seine innere Klarheit und sein Wissen über Pflanzenwachstum. Spüre diese tiefe Sicherheit, die Klarheit und das Loslassen nach dem Einsetzen des Samens.

Dann nimm diese Gefühle und übertrage sie in deinen Videofilm.

Und verlasse so die Außenwelt.

Du musst nicht jagen, du musst nicht warten, der Samen wächst selbstständig. Du bleibst nur im Gefühl des bereits erfüllten Wunsches, mehr musst du nicht tun.

Dadurch „kümmerst" du dich zwar um deinen Wunsch, doch du lässt den Weg dahin, die "Zeit," frei und losgelöst ließen. So bleibst du im Jetzt. Denn es ist vollbracht.

Auch wenn deine äußeren Umstände im Moment noch unverändert erscheinen, bedeutet das nicht, dass sich nichts bewegt.

Der Samen wächst von selbst. Nur eben im Unsichtbaren.

Deine Aufgabe besteht einzig und allein darin, dauerhaft im Gefühl des bereits erfüllten Wunsches zu bleiben.

Mehr ist nicht notwendig.

Bleibe im gegenwärtigen Moment. Fühle das Schon Haben. So löst du das Verhaften deiner Innen- an die Außenwelt auf und bringst du die notwendige Ruhe in deinen Manifestationsprozess. Lasse einfach alles geschehen. Du musst weder lenken, noch steuern, es geschieht von alleine.

Das Gesetz der Anziehung wirkt immer – still, unaufhörlich, unausweichlich. Es ist der Atem des Lebens selbst. Die Wurzel allen Entstehens. Ohne das Gesetz gäbe es die materielle Welt nicht.

Vertraue dieser Aussage, vertraue dir und deiner Kraft. Dein Wunsch ist bereits erfüllt. Standzuhalten in der Leere zwischen dem, was ist, und dem, was sein wird, ist eine Prüfung. Und je öfter du sie bestehst, desto müheloser wirst du dir künftige Wünsche erfüllen können.

 


0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar